Von Pfannen zu Röstern
Bis ins 19. Jahrhundert wurde Kaffee manuell in Pfannen und Kesseln geröstet. Dabei verwendete man kein offenes Feuer, sondern Holzkohle, die für eine stabilere Hitze sorgte. Die Kaffeebohnen wurden in Pfannen mit dickem Boden geschüttet und unter ständigem Rühren dunkel geröstet. Die Methode des Kaffeeröstens zu Hause hat sich bis heute nicht geändert. Vielleicht sind nur die Geräte technischer geworden.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stieg die Nachfrage nach Kaffee in Europa stark an. Es wurde viel bequemer, bereits geröstete Bohnen zu verkaufen. Die Produktion wurde mit Hilfe von Ingenieuren und Technologen auf eine industrielle Basis umgestellt. Die ersten Kaffeeröstmaschinen hatten bereits eine zylindrische Form, wurden aber wie zuvor mit Kohle beheizt.
Das Patent für diese komplexe Kaffeeröstmaschine erhielt Jabez Burns 1864. Sein Röster mischte und entlud die Bohnen ohne Unterbrechung. Die Erfindung von Gaswärmequellen im 20. Jahrhundert vereinfachte und verkürzte den Prozess des Kaffeeröstens erheblich. Die Röstzeit betrug nicht mehr als 18 Minuten, das Getreide verkohlte nicht mehr an den Wänden der Röstzylinder. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde zum ersten Mal die interne Luftzirkulation eingesetzt. Heiße Luft wurde mit hoher Geschwindigkeit in das Gerät geleitet und erhitzte alle Rohprodukte gleichmäßig. Die Qualität des Kaffees hat sich deutlich verbessert. Einige moderne Fabriken wenden diese Methode immer noch an.
Bauarten von Kaffeeröstern:
Zentrifugalröster, Tangentialröster, Trommelröster und Heißluftröster.
Trommelröster sind am gebräuchlichsten. Die Kapazität industrieller Röster erreicht mehrere Zentner, kleine Röstereien erwerben Röster für 20–50 kg. Die Café-Sets-Modelle werden zum Rösten von 1–5 kg, manchmal 5–10 kg, hergestellt.
Moderne Kaffeebohnenröster können mit einem Sichtfenster und einem Probenehmer, einem Bedienfeld und einem Zyklon ausgestattet werden. Sie können manuell gesteuert oder automatisiert werden. Um den Prozess zu automatisieren, ist das Gerät mit einem Sensor ausgestattet, der es ermöglicht, grundlegende Indikatoren zu erfassen. Der Kaffeemeister überwacht den Prozess jedoch kontinuierlich. Er verwendet einen Probenehmer, um Proben zu entnehmen. Dies bedeutet, dass der Prozess nie dem Zufall überlassen wird.